#standupforlove – Die Hochzeitsbranche steht auf

03.06.2020

In der öffentlichen Wahrnehmung rund um Covid-19 und die Corona-Pandemie scheint es gerade nur um Bereiche Einzelhandel und Gastronomie zu gehen. Diese eingeschränkte Sicht sorgt leider dafür, dass viele spezialisierte Branchen vollkommen übersehen werden. So gibt es keinerlei Maßnahmen die betroffene Unternehmen und Einzelselbstständige vor dem Ende ihrer Existenz retten. Während in vielen Bereichen langsam wieder Leben einkehrt oder zumindest Lösungen diskutiert werden, ist diesen Menschen nach wie vor gesetzlich jede Möglichkeit genommen zu arbeiten. Dort steht alles still.

Eine dieser Branchen ist unsere. Die Hochzeitsdienstleister. Für uns gibt es keine Hilfen, keinen Fahrplan, keine Perspektive … wir werden nicht einmal gesehen.

Bitte versteht uns nicht falsch. Wir haben absolut Verständnis für die getroffenen Maßnahmen. Der Schutz von Leben und Gesundheit ist in jedem Fall das höchste Gut. Aber Solidarität ist keine Einbahnstraße.

Im Moment entsteht aber der Eindruck, dass die Gesellschaft von uns erwartet stillschweigend alles, was wir in den vergangenen Jahren mühsam aufgebaut haben, für die Allgemeinheit zu opfern. Das ist alles andere als solidarisch.

Daher müssen wir jetzt aufstehen!

Auch für unsere Brautpaare, deren Hochzeiten verschoben werden mussten oder die seit Monaten darauf warten zu erfahren wie und wann es weitergeht. Diese Unsicherheit nagt an uns allen. Es ist ein unhaltbarer Zustand.

Am 09.06.2020 demonstrieren wir deutschlandweit in jeder Landeshauptstadt!

Mit der Initiative „Stand up for love“ (gestartet von beyond tales und AnkatrinAndresen) möchten wir als Hochzeitsbranche ein Zeichen setzen und auf uns aufmerksam machen. Wir haben Ideen, Konzepte und Lösungsvorschläge und fordern Antworten und Unterstützung.

Eine Hochzeit entsteht aus vielen Puzzleteilen, die erst zusammen ein wunderschönes Bild ergeben. Fehlt ein Teil ist das Bild nicht vollständig und die Erfahrung nicht perfekt. Daher gibt es in der Hochzeitsbranche keine „einsamen Wölfe“. Wir sind eine Gemeinschaft in der jeder immer sein Bestes gibt, um für unsere Brautpaar ein großartiges Erlebnis zu schaffen.

Wenn es aber weiter geht wie jetzt, dann sind viele von uns nicht mehr da, wenn der Virus besiegt ist und die Menschen sich wieder gemeinsam lebendig fühlen wollen.

Bitte stellt euch das einmal kurz vor:

  • Ihr feiert im Hinterzimmer einer Gaststätte … weil die wirklich schönen Orte, die auf Hochzeiten spezialisiert sind, alle geschlossen sind.
  • Euer Buffet oder Menü stammt aus der überlasteten Küche der Gaststätte, die noch das Tagesgeschäft stemmen muss. Sonderwünsche gibt es nicht. Es wird gegessen, was die Küche kochen kann … denn es gibt keine spezialisierten Caterer mehr, die euch eurer Traumbuffet zaubern.
  • Die Servicekräfte müssen gleichzeitig die Theke bedienen und auch mal im Restaurantbereich aushelfen. Wenn ihr Glück habt bekommt ihr einen Kellner für 60 Personen … denn es ist kein Spezialist für Familienfeiern mehr übrig, der den Personaleinsatz für einen reibungslosen Ablauf koordinieren kann.
  • Die Musik kommt von einem Streamingdienst aus Bluetoothboxen, deren Verbindung immer wieder abreißt. Kein Lied passt zum anderen und die Lichteffekte kommen aus billigen Plastikboxen von AliExpress … denn es gibt keinen DJ mehr der auf euch und eure Gäste reagieren könnte und sein professionelles Equipment nicht nur aufbauen, sondern auch bedienen kann.
  • Kleid und Anzug kommen von der Stange irgendeines großen Bekleidungshauses und sind trotzdem absurd teuer … weil es keine Brautstudios mehr geben wird die euch beraten, Kleider zum anprobieren vor Ort haben und aus der Auswahl schon ein kleines Fest für sich machen.
  • Eure Tischdeko stückelt ihr euch aus dem Internet zusammen und müsst sie am Morgen eurer Feier erst mal auf die Tische legen, weil das Restaurant euch den Saal erst am Nachmittag zur Verfügung stellt. Natürlich dürft ihr an der Raumdeko an sich auf keinen Fall etwas ändern … weil es keine auf Feiern ausgerichteten Locations und Dekorateure mehr gibt.
  • Eure Hochzeitsfotos macht der Freund eines Freundes eines Bekannten des Schwagers eures Kollegen mit einer Handykamera … denn die meisten selbstständigen Fotografen oder Videografen sind nicht mehr da.
  • Eure Einladungen kommen entweder von der Stange oder aus dem heimischen Drucker … denn kein Papeteriestudio hat überlebt.
  • Ihr werdet von einem Standesbeamten oder Priester getraut. Individuelle Wünsche für die Zeremonie spielen keine Rolle. Alles streng nach Vorschrift … denn keine Traurednerin war mehr verfügbar und auch kein Ort, an dem man eine individuelle Zeremonie hätte durchführen können.
  • An eurem Tag der Tage sitzt ihr schließlich vollkommen erledigt zwischen euren Gästen und kommt endlich wieder zu euch. Irgendwie wirkt alles improvisiert, obwohl ihr euch wirklich ins Zeug gelegt habt … weil es keine Spezialisten mehr gibt, die euch hätten helfen können.

Auf der Demo selbst könnt ihr uns leider nicht unterstützen, denn wir müssen sehr streng auf die Teilnehmerzahl und die Abstände achten. Aber wenn ihr eure Reichweite auf den verschiedenen Social Media Plattformen nutzt um Aufmerksamkeit auf unsere Aktion zu lenken bringt das schon sehr viel. Dafür wären wir euch sehr dankbar. Weitere Informationen gibt es in dieser Facebook Gruppe: #standupforlove 9.06.2020 deutschlandweit

Wir würden wirklich gerne mit euch zusammen das Ende der Pandemie feiern und nicht nur als die Verlierer am Rand stehen.

Sicher feiern in Zeiten der Pandemie Was, wenn eine Hochzeit verschoben werden muss?
Besichtigung und Beratung


Der „Giebel“ kann jeden Dienstag zwischen 15 und 20 Uhr auch ohne Termin besichtigt werden. Selbstverständlich stehen wir in dieser Zeit auch für Beratungen zur Verfügung.

Wenn ihr Dienstags keine Zeit habt können wir selbstverständlich auch einen individuellen Termin vereinbaren.

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